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Mehr Sprachen, mehr Theater: Margherita Laera

Margherita Laera

vorgestellt von Henning Bochert

Margherita Laera lehrt an der University of Kent im Vereinigten Königreich. Sie spezialisiert sich auf Übersetzung und Adaption für die Bühne und zeitgenössisches europäisches Theater mit Schwerpunkt auf Italien. Außerdem arbeitet sie als professionelle Kunstjournalistin und Theaterübersetzerin. Sie ist sowohl als Übersetzerin als auch als Wissenschaftlerin mit mehrsprachigem Theater befasst und forscht, z. B. anhand der Arbeiten der Regisseurin Anne Bérélowitch, zu diesem Phänomen.

In ihrem Buch Theatre & Translation, das sich unter anderem mit Mehrsprachigkeit befasst, engagiert sie sich für eine Ethik des Theaterübersetzens und spricht sich für eine nicht zuletzt durch Übersetzungen erweiterte sprachlich-kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft allgemein und im Theater im Besonderen aus.

Wie Regisseur*innen mit ihren Interpretationen der Texte Autorenschaft behaupten bzw. notwendig erlangen, so erhielten auch Übersetzer*innen in den letzten Jahrzehnten in ihrer Arbeit einen Originalitätsanspruch. Was für die Branche ein entscheidender Gewinn war, eine Ermächtigung, betrachtet Laera aber genau deswegen kritisch: Sie betont den Machtaspekt, der im Umgang mit Sprachen zum Tragen kommt. Denn Übersetzung, meint Laera, ist nicht an sich (moralisch) gut (so wie auch Mehrsprachigkeit an sich nicht gut oder schlecht ist, sondern eine Disposition, die so oder so eingesetzt werden kann). Übersetzende – wie überhaupt Theatermacher*innen – sprechen ja für andere und in deren Namen. Wo sie aus ihrer Arbeit enorme Ermächtigung erfahren, ergibt sich daraus auch Laeras Appell an die Übersetzenden: Da der Ausgangstext schon mit Verlust ersetzt werden muss, müssen sich die Übersetzenden ihrer Verantwortung der Repräsentation dieser anderen Gedanken und Absichten bewusst sein und respektvoll und einfühlsam vorgehen.

Während diese missverständliche Transparenz die Translation noch weiter verkompliziert und betont, dass Kommunikation kaum je ein geschmeidiger Prozess ist, ist es umso wichtiger, dass wir nicht vergessen, dass […] Translation ein ethischer Imperativ bleibt.

Sie stellt die entscheidende Frage:

Wie können wir also Translation praktizieren? Und wie können wir sie auf faire Weise praktizieren?

Der von ihr zitierte Internetauftritt der Royal Shakespeare Company schwört zu diesem Zweck auf Kollaboration:

Jede Übersetzung verlangt nach Kollaboration, schonungsloser Diskussion und kulturellem Austausch, da wir sowohl die Möglichkeiten dieser [klassischen] Texte für unsere Zeit als auch die verschiedener Translations- und Schreibpraktiken erkunden.

Bei der Veranstaltung von Drama Panorama zu Mehrsprachigkeit im Theater am 4.10.2021, in deren Zusammenhang diese Publikation (ent)steht, kam die Frage auf, inwiefern die institutionalisierten Arbeitsabläufe in deutschsprachigen öffentlichen Theatern für eine Beteiligung von Übersetzerinnen und Übersetzern am Probenprozess und also am Entstehen einer auf die jeweilige Produktion zugeschnittenen Textfassung einer Übersetzung ungeeignet sind. In ihrem Buch schreibt sie dazu:

Ein Großteil der westlichen Theatermacher*innen ist sich einig, dass eine Theaterübersetzung am besten im Kontext der Proben produziert wird (indem ein Text jedes Mal neu übersetzt und die Fassung auf eine bestimmte Inszenierung hin maßgeschneidert wird) und, sofern das nicht möglich ist, es dienlich ist, Übersetzerinnen der Ausgangskultur einzuladen. Das ist allerdings nicht immer der Fall; viele Ensembles in Europa verlassen sich auf bereits bestehende Übersetzungen und passen lediglich kleine Aspekte des Textes an, wenn sie damit durchkommen und Verlage oder Erbengemeinschaften nicht einschreiten.

Das führt Laera zur nächsten zentralen Frage:

Wie kann Translation also linguistische und kulturelle Unterschiede transportieren?

Hierzu erforscht sie aktuell das Prinzip der „foreignization“ (etwa: Fremdmachen) von Lawrence Venuti. Dieses folgt, ganz allgemein gesprochen, dem bekannten Postulat Friedrich Schleiermachers, dass sich die Übersetzung zum Ausgangstext hinzubegeben habe, um die besonderen und dem Deutschen (bzw., bei Laera, Englischen) fremden, sogar fremdartigen Eigenheiten auch in der Übersetzung sicht- oder zumindest ahnbar zu machen. Laera und Venuti versuchen hiermit auch explizit, der Dominanz der Zielsprache über die Ausgangssprache entgegenzuwirken, der unterstellt wird, die Ausgangssprache durch den Übersetzungsvorgang zu beherrschen. Beide entwickeln Techniken, die dafür sorgen, u. a. indem sie die Texte weniger bzw. auf andere Weise „flüssig“ machen. Hier können Übersetzerinnen und Übersetzer als Sprachprofessionelle durchaus formativ, also sprachbildend wirken und traditionelle, hegemoniale Muster der Zielsprache brechen und vielleicht sogar nachhaltig verändern. In ihrem Forschungsprojekt Translating Theatre hat Laera praktisch erprobt, wie das aussehen könnte.

Interessant ist ihre strukturelle Überlegung, mit der sie die (in Deutschland vor allem durch Verlage, in anderen Ländern vielleicht durch Produzent*innen vorgenommene) Auswahl von für das jeweilige Zielpublikum „geeigneten“ Stücke in Frage stellt, die dann für (mögliche) Produktionen übersetzt werden. Hier wünscht sie sich eine entschieden mehr Offenheit für Ungewohntes, Neues und Fremdes. Ihr Bezug auf eine im Vereinigten Königreich übliche Haltung, dass Fremdes sich zu assimilieren habe, um akzeptiert oder auch nur zugelassen zu werden, gilt so auch für deutschsprachige Bühnen (und die Politik: vgl. das fragwürdige Postulat der „Integration“). Obwohl die Theater in England keine öffentlichen Institutionen sind wie in Deutschland, fordert sie im Verhältnis zur Gesellschaft, zur Öffentlichkeit:

Ein auf Assimilation setzendes Theater, per definitionem isoliert und selbstbezogen, trägt möglicherweise zur Verbreitung irreführender Vorstellungen von Migration und kulturellen Unterschieden bei und verfestigt damit Ungleichheiten und den Ausschluss der sowieso schon Schlechtversorgten und Marginalisierten in unseren Gesellschaften. Ein exotisierendes Theater, welches das Fremde als „Anderes“ darstellt, schließt ebenfalls mehr aus als ein.

– und verfolgt damit eine sehr engagierte Theater- und Translationsanschauung.

Um die vorherrschenden Haltungen gegenüber kulturell Fremdem – Assimilierung und Exotisierung – zu überwinden und für mehr Gastfreundlichkeit in ihrer Kultur zu sorgen – in dieser Pflicht sieht sie nämlich Kunst generell, Theater und Übersetzung im Speziellen –, erwägt sie beispielhaft die beiden Prinzipien Kosmopolitismus und Kreolisierung. Dem Gedanken von Jacques Derrida zu Kosmopolitismus folgend könnte, so Laeras Argumentation, wenn schon nicht die gesamte Gesellschaft, so doch immerhin und um so mehr das Theater Ort der Gastfreundschaft und Zufluchtsstätte für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt und ihre Geschichten sein. Kreolisierung wiederum beschreibt insofern ein subversives Konzept, als dass es sich explizit gegen die Vorstellung nationalkultureller Hegemonie wendet und auf deren Auflösung durch Verschmelzung unterschiedlicher kultureller Herkünfte und Einflüsse setzt. In Theatre & Translation legt sie nahe, dass der notorische Mangel an Übersetzungen aus Sprachen (zumindest ins Englische), die in London häufiger als Englisch gesprochen werden, geradezu als Diskriminierung gegenüber einer überwältigenden Zahl von Einwohnern des Vereinigten Königreichs interpretiert werden könnte.

Das Buch schließt mit einem Plädoyer für mehr Übersetzungen, die für mehr Reichtum und Vielfalt an Geschichten abseits der normativen Narrative und eines konformen Theaters sorgen und auf diesem Weg für mehr kulturelle und also soziale Gerechtigkeit, nicht zuletzt auch über Sprachmittlung für weite Teile eines Publikums, denen der Zugang zum Theater aktuell – auch, aber nicht nur, auf sprachlicher Ebene – verwehrt ist.

(Alle Zitate aus: Laera, Margherita, Theatre & Translation, RED GLOBE PRESS, 2020, ISBN 978-1-137-61161-1; Übersetzung: Henning Bochert)

Fünf Fragen an Margherita Laera

1. Haben Sie einen persönlichen Bezug zu Mehrsprachigkeit?

Ja, ich bin in einer einsprachigen italienischen Familie in Mailand aufgewachsen, war mir aber kultureller Unterschiede von Kindesbeinen an bewusst, da meine Familie väterlicherseits aus Apulien stammt und meine Großeltern fast ausschließlich den apulischen Dialekt sprachen. Schon als Kind lernte ich die linguistischen Unterschiede, Akzente und Dialekte innerhalb Italiens schätzen und lieben. Mit fünf Jahre faszinierte mich das Englische, und in meiner Freizeit sah ich mir Zeichentrick- und Spielfilme auf Englisch an und lernte sie auswendig. Mit 15 sprach ich fließend Englisch. In der Oberschule lernte ich zunächst Latein und Altgriechisch und begriff, dass Grammatik, Syntax, kulturspezifische Konzepte und die Feinheiten der Übersetzung ein Leben lang unendliche Anziehungskraft auf mich ausüben und mir Vergnügen bescheren würden. In meiner weiteren Ausbildung studierte ich Französisch, Spanisch, Neugriechisch und Deutsch sowie Literatur an der Universität von Mailand, danach Theater und Komparatistik in Frankreich und England. Inzwischen habe ich selbst Kinder und habe mir das Ziel gesetzt, zu Hause alle drei Sprache zu verwenden: Italienisch, Spanisch und Englisch. Mit Kindern einen mehrsprachigen Alltag zu erleben, macht wirklich Spaß. Die ganze Zeit ist man umgeben von Code-Switchen und gemischtsprachigen Sätzen, über die wir alle lachen.

2. Welche Gründe beobachten Sie für die Verwendung mehrerer Sprachen in Theatertexten? Was sind die stilistischen Vorteile eines mehrsprachig geschriebenen Textes?

Zwar schreibe ich selbst keine mehrsprachigen Stücke, aber ich übersetze und lese und schätze sie als Zuschauerin. Ich glaube, mehrsprachige Stücke schaffen auf der Bühne ein genaueres Bild der Welt als einsprachige und stellen wichtige Inklusions-/Exklusionswirkungen her, die unser Alltagsleben abbilden, wo wir von Sprachen umgeben sind, die wir nicht zur Gänze verstehen. In London, wo ich lebe, sprechen die Leute Hunderte von Sprachen. Wieso sollte also das Theater nur auf Englisch stattfinden? Ich halte es für immens wichtig, die Diversität unserer Gesellschaft darzustellen, und als Zuschauerin gefällt mir die Konfrontation mit Sprachen, die ich nicht verstehe, selbst wenn das bedeutet, dass ich nicht immer alles verstehe. Wir haben viel zu gewinnen, wenn wir erleben, wie andere Sprachen und Kulturen die Welt benennen und begreifen.

3. Hatten Sie als Übersetzerin Erfahrung mit mehrsprachigen Theaterstücken? Welches sind hierbei die Herausforderungen?

Die Herausforderung, die mehrsprachigen Aspekte eines Stücks in der Übersetzung zu erhalten, variiert von Text zu Text, eine einheitliche Lösung gibt es nicht. Vor kurzem habe ich ein (vorwiegend) italienisches Stück ins (vorwiegend) Englische übersetzt, das auch weite Teile maurizischen Kreols enthielt. Die Dialoge im ganzen Stück setzen auf zahlreiche Missverständnisse, falsche Schreibweisen und falsche Betonungen, ausgelöst durch „ungenaues“ Code-Switchen in einem mehrsprachigen Haushalt. Die Schwierigkeiten fingen schon an, als uns klar wurde, dass unsere britisch-maurizische Besetzung kein Wort des marizischen Kreols verstand und es auch nur mit großer Mühe aussprechen konnte. Diese Komplikationen aufgrund der zusätzlichen Ebene falscher Aussprache des Kreols durch die britische Besetzung hatten wir nicht vorhergesehen. Da sich das Stück um Sprach(in)kompetenz und ihre entscheidende Rolle in der Konstruktion von Identität dreht, wurde die Übersetzung ins Englische und die Unfähigkeit unserer Besetzung, mit Code-Switchen zu arbeiten – zusätzlich zu den sprachlichen Auffälligkeiten der Figuren – noch komplizierter, da es schwieriger wurde zu erkennen, was tatsächlich falsche Aussprache der Schauspieler*innen war, von der Figur aber standardmäßig ausgesprochen werden sollte, und was von der Figur falsch gesprochen werden sollte, aber falsche Aussprache der Schauspieler*innen war.

Meine aktuellen akademischen Forschungen zielen darauf ab, Methoden zur Ausbildung zukünftiger, flexibel mehrsprachige Schauspieler*innen zu formulieren.

4. Wie gehen Sie mit der Frage der Verständlichkeit bzw. Verständlichmachung um?/Wie kann/soll man mehrsprachige Texte übersetzen?

Die Verständlichkeit des Theatertextes wird überbewertet. Die Verständlichkeit sollte der Inszenierung überlassen werden, so dass die Schauspieler*innen und die Regie die Verantwortung übernehmen, jene Teile im Stück, die von einem Großteil des Publikums nicht verstanden werden, verständlich zu machen. Wenn das nicht erreicht werden kann, ohne den Text stark anzupassen, sind Übertitel eine Möglichkeit. Eine weitere Option ist immer, die Unverständlichkeit zu bewahren – und beileibe nicht die am wenigsten wünschenswerte. Das Publikum darf sich gelegentlich unwohl fühlen, das ist in Ordnung, vielleicht ist damit dem Text besser gedient.

5. Welche Projekte planen Sie derzeit, in denen mehrere Sprachen verwendet werden?

Ich plane ein interdisziplinäres, kollaboratives Projekt mit Theater- und Sozialwissenschaftler*innen, die zusammen mit Theatermacher*innen erforschen, wie Mehrsprachigkeit auf dem europäischen Kontinent und im Vereinigten Königreich auf die Bühne gebracht wird; dabei soll Sprachvielfalt als Instrument für mehr soziale Gerechtigkeit in der britischen Gesellschaft wirken. Enge Zusammenarbeit zwischen Akademiker*innen und Künstler*innen wird ein zentrales Ethos des Projekts, mit dem die gemeinsame Wissensbildung durch Praxis-als-Forschung, Ethnographie, Ethnodrama, Archiv- und Geschichtsforschung eine neue und innovative Ebene erreicht.

Um ein wirklich diverses und inklusives Europa zu gestalten, müssen Identitäten dringend neu verhandelt werden, um Marginalisierungsparadigmen, die aus dem Leugnen von real existierender Migration entstehen, zu überwinden. Dennoch sind einsprachige, monokulturelle, ethnozentrische Systeme auf der Bühne und in Ausbildungszusammenhängen immer noch die Norm, so dass Darsteller*innen regelmäßig aufgrund ihrer Muttersprache und ihres Akzents diskriminiert werden.

2008 hat Intendantin Shermin Langhoff den Begriff und das Genre „Postmigrantisches Theater“ geprägt, eine neue Darstellungsweise der zweiten und dritten Migrantengeneration, mit der Narrative über Migrant*innen in Deutschland neu geschrieben werden sollten. Hernach ist zwar in Deutschland ein wachsender Trend mehrsprachigen „postmigrantischen Theaters“ entstanden, mit dem Narrative der Zugehörigkeit neu geschrieben werden soll(t)en, nicht so jedoch im Vereinigten Königreich oder anderen europäischen Ländern.

Als Expert*innengruppe an den Schnittstellen von Sprache, Migration, Ideologie, Körper und Darstellung schlagen die an unserem Projekt beteiligten Wissenschaftler*innen und ihre künstlerischen Partner*innen vor, die Geschichten, Praktiken und Ausbildungsbedingungen mehrsprachigen Theaters zu erforschen und so kollektive, kulturelle Demut in der britischen Gesellschaft zu fördern und zu erproben. Unser Ziel ist es, die affektiven Fähigkeiten, das körperliche Bewusstsein und die kulturelle Kompetenz herzustellen und zu untersuchen, die für radikal inklusive, heterogene und gleichwertige Gesellschaften der Zukunft notwendig sind, die die strategische Kategorie „postmigrantisches Theater“ nicht mehr benötigt. Wir führen internationale, interdisziplinäre und künstlerische Expertise zusammen und fragen: Wie kann mehrsprachiges Theater eine aktive Rolle beim Aufbau einer radikal inklusiven Gesellschaft spielen?

Diese Frage möchten wir beantworten, indem wir 1) die Geschichten (Vergangenheit), 2) aktuelle Ästhetiken (Gegenwart) und 3) mögliche Trainingsmethoden (Zukunft) mehrsprachigen Theaters untersuchen. Zu 1: Wir durchforsten Archive und untersuchen wichtige Produktionen der Vergangenheit. Zu 2: Wir betrachten die Arbeit britischer und europäischer Theatermacher*innen, die sich mit mehrsprachigen performativen Projekten befassen und formulieren gemeinsam mit ihnen das körperliche Wissen, das diese Erfahrungen schaffen. Zu 3: Wir führen Gespräche und Workshops mit Praktiker*innen, mit denen wir ein Instrumentarium und Übungen für die zukünftige Ausbildung von Theatermacher*innen in mehrsprachiger darstellender Kunst erarbeiten.

Über Margherita Laera

Sie hat Literatur, Komparatistik und Theater-/Performancewissenschaften in Milan, Paris und London studiert.

Zusammen mit Prof. Paul Allain leitet sie das European Theatre Research Network, eine Partnerinitiative dreier Universitäten zur Erforschung in Theater und Darstellungspraktiken im modernen und zeitgenössischen Europa.

Sie ist die Autorin von Theatre & Translation (Red Globe Press, 2019) und Reaching Athens: Community, Democracy and Other Mythologies in Adaptations of Greek Tragedy (Peter Lang, 2013) sowie Herausgeberin von Theatre & Adaptation: Return, Rewrite, Repeat (Methuen, 2014). Außerdem hat sie zusammen mit Bojana Janković einen Fremdenführer für das Londoner Theater mit dem Titel London: Brexit Stage Left (Cue Press, 2019) geschrieben.

Margherita Laera hat Texte von Jean-Luc Lagarce, Athol Fugard, Bola Agbaje, Peter Greenaway und Mohamed Kacimi aus dem Französischen und Englischen ins Italienische sowie Stücke von Francesca Garolla, Davide Carnevali und Stefano Massini aus dem Italienischen ins Englische übersetzt.

Das von Creative Europe geförderte Projekt Fabula Mundi hat sie mit einer Studie zu Wirksamkeit und Analyse des Projekts betraut, daraus ist das Fabula-Mundi-Workbook entstanden, das nun kostenfrei im Internet verfügbar ist: https://www.fabulamundi.eu/en/fabulamundi-workbook/, und sich mit zeitgenössischem Schreiben fürs Theater und Theaterübersetzungskulturen in Europa befasst.


Über die Reihe Mehr Sprachen, mehr Theater

Im Zusammenhang mit ihrer Forschung zu Mehrsprachigkeit im Theater untersuchen und präsentieren Henning Bochert, Lydia Nagel und Barbora Schnelle in der Reihe Mehr Sprachen, mehr Theater Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer Arbeit mehrerer Sprachen bedienen. Diese Portraits erscheinen in offener Reihe auf diesem Blog. Die gleichnamige Broschüre erscheint zunächst in limitierter Auflage und ist gegen eine Spende auf Anfrage an info@drama-panorama.com erhältlich, so lange der Vorrat reicht.

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