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Karl-Dedecius-Preis 2022 an Andreas Volk und Elżbieta Kalinowska

Das Deutsche Polen-Institut verleiht den Karl-Dedecius-Preis 2022 an Andreas Volk und Elżbieta Kalinowska. Beide werden für ihre herausragende übersetzerische Leistung und ihr Engagement für den deutsch-polnischen Kulturdialog geehrt.

Mit unserem Mitglied Andreas Volk zeichnet die Jury erstmalig einen Übersetzer aus, dessen Arbeitsschwerpunkte in Theatertexten liegen. Einen Namen machte sich Volk durch zahlreiche Übersetzungen zeitgenössischer polnischer Dramen (u. a. von Krysztof Warlikowski, Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Tadeusz Słobodzianek). Als Übersetzer geistes- und kulturwissenschaftlicher Publikationen trägt er zum wissenschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und Polen bei (Maria Janion, Erwin Axer, Krystian Lupa). Ergänzt wird seine eindrucksvolle Übersetzerbibliografie durch literarische Übersetzungen zeitgenössischer Prosa und Lyrik (Jan Polkowski). Auch jenseits seiner 20-jährigen Übersetzungstätigkeit engagiert sich Andreas Volk als Kulturvermittler, u. a. als Mitbegründer des deutsch-polnischen Übersetzungsjahrbuchs „OderÜbersetzen“, als Redakteur der deutsch-polnisch-ukrainischen Literaturzeitschrift „Radar“ oder als Ideengeber für Institutionen wie das Goethe-Institut.

Der Karl-Dedecius-Preis wird seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Ab 2022 ist die Sparkasse Darmstadt neuer Förderer des Preises. Partner des neuen Preises sind das Europäische Übersetzer-Kollegium EÜK in Straelen, die Villa Decius in Krakau und die Karl Dedecius Stiftung in Frankfurt (Oder). Die Preisverleihung findet am 20. Mai 2022 in Darmstadt statt.

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