Himmelweg von Juan Mayorga (ES) und Buchvorstellung

Buchvorstellung und szenische Lesung, Oktober 2022

Aus dem Spanischen von Stefanie Gerhold

Juan Mayorga, Bild von Miguel Lizana Barco

Das Stück Himmelweg von Juan Mayorga in der Übersetzung von Stefanie Gerhold wird in Zusammenarbeit mit dem Theater Heidelberg auf der Buchmesse Frankfurt (19. – 23.10.2022) als szenische Lesung präsentiert, gefolgt von der Buchvorstellung des druckfrischen Bandes Schattenschwimmer. Neue Theatertexte aus Spanien (Neofelis Verlag).

Ein Delegierter des Internationalen Roten Kreuzes besucht ein Konzentrationslager. Auf einem Rundgang präsentiert man ihm heile Welt: Flaneure im Park, spielende Kinder, bunte Luftballons. Doch kleine Unstimmigkeiten irritieren den Besucher. Was zunächst wirkt wie ein Theaterstück über das von den Nazis als „Vorzeigelager“ genutzte Theresienstadt, ist ein dramaturgisch vielschichtiger Text, der die propagandistische Täuschung zur Ausgangslage nimmt für verstörende Fragen: Wie inszeniert ist unsere Wirklichkeit? Sind wir Teil eines Spiels? Wo ist die Grenze, ab der wir nicht mehr mitmachen?

Der titelgebende „Himmelweg“ war der zynische Euphemismus für die Rampen zu den Gaskammern. Es ist Juan Mayorgas weltweit meistgespieltes Stück, nur ins Deutsche wurde es bisher nicht übersetzt. Das Stück wirft damit auch Fragen der thematischen Tabuisierung und Deutungshoheit auf, die oft damit beginnt, ob ein Stück Eingang in den Sprachraum findet.

Im Anschluss an die szenische Lesung wird das Buch Schattenschwimmer in einem Gespräch mit dem Autor Juan Mayorga (tbc.), der Übersetzerin Stefanie Gerhold, der Herausgeberin Carola Heinrich und dem Verleger Matthias Naumann.

Gespräch: Juan Mayorga (tbc.), Stefanie Gerhold, Carola Heinrich


Eine Kooperation von Drama Panorama und dem Instituto Cervantes.
Eine Veranstaltung von Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V. im Rahmen des Projekts panorama #2: übertheaterübersetzen, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur. In Zusammenarbeit mit die taz.

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