
MEDUSA ist ein internationales Kooperationsprojekt gefördert vom Creative Europe Programm der Europäischen Union. Ziel des Projekts ist es, die internationale Zirkulation zeitgenössischer europäischer Dramatik zu fördern und Theaterübersetzung als künstlerische Praxis des Austauschs und der Vermittlung sichtbar zu machen, mit besonderem Fokus auf unterrepräsentierten Stimmen im zeitgenössischen europäischen Theater. Sechs Partnerorganisationen in Italien, Bulgarien und Deutschland, En Kai Pan, Casa del Contemporaneo, 36 Monkeys, EURODRAM BG Foundation, Das Kombinat e. V. und Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V., realisieren das Projekt zwischen Juni 2026 und Juni 2027. Mehr zum Gesamtprojekt finden Sie hier.
In der ersten Phase des Projektes wurde zunächst eine Shortlist und dann sechs Theaterstücke durch einem internationalen Observatory während einer italienischen Residenz ausgewählt. Die Autor*innen der sechs ausgewählten Stücke sind: Natalie Baudy, Teodora Georgieva, Silva Marinova, Tatjana Motta, Alessandro Paschitto und Lena Riemer. Sie stehen für die Vielfalt zeitgenössischer europäischer Dramatik und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Fragen von Identität, Gender, Körper, Migration und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Ausschlaggebend für ihre Auswahl waren neben ihrer künstlerischen Qualität insbesondere ihr transnationales Potenzial und ihre Fähigkeit, auch über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg Resonanz zu entfalten. Mehr zur Shortlist hier und mehr zu den ausgewählten Autor*innen und Stücke hier.
Alle sechs Stücke werden im Laufe des Projekts ins Deutsche, Italienische, Bulgarische und Englische übersetzt und anschließend in dreitägige Festivals in den jeweiligen Partnerländern präsentiert. Das erste Festival findet in Berlin vom 5. bis 7. November 2026 im Roten Salon der Volksbühne statt, mit szenischen Lesungen der deutschen Übersetzungen eingerichtet von den Regisseur*innen Marie Bues, Salome Dastmalchi und Tobias Herzberg. Das Festival in Berlin wird von Das Kombinat e. V. mit Unterstützung von Drama Panorama e. V. als Partner organisiert.
Im Vorfeld des ersten Berliner MEDUSA-Festivals laden das Internationale Theaterinstitut (ITI) und das MEDUSA-Team zu einem öffentlichen Gespräch ein:
From Translation to Circulation: Three European Perspectives.
4. November, 18:30 | Deutsches Zentrum des ITI.
Die Veranstaltung endet mit dem Projekt-Launch und prickelnden Getränken zur Feier des Festivalauftaktes am folgenden Tag.
MEDUSA Festival Berlin
5. – 7. November, 2026 | Roter Salon, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
5. November, Marinova / Motta, Regie: Marie Bues
ДЕБЕЛАКЪТ (FETTSACK) von Silva Marinova, aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann
Notte Bianca (Lange Nacht) von Tatjana Motta, aus dem Italienischen von Henrieke Markert
6. November, Riemer / Paschitto, Regie: Tobias Herzberg
aufstiegskörper. ein fühlversuch von Lena Riemer
SESSO (SEXUS) von Alessandro Paschitto, aus dem Italienischen von Carola Köhler
7. November, Georgieva / Baudy, Regie: Salome Dastmalchi
СИЛНИ. СМЕЛИ. СТРАХОВИТИ. (Stark. Mutig. Furchteinflößend.) von Teodora Georgieva, aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann.
under the influence oder: die rückkehr der bakchen von Natalie Baudy
Mehr Information und Karten hier.
MEDUSA Team in Berlin
Monica Marotta (Das Kombinat e.V.): Kuration, Projektleitung
Sarah Rosenau (Das Kombinat e.V.): Kommunikation
Veronika Patockova (Das Kombinat e.V.): Finanzmanagement
Charlotte Bomy (Drama Panorama e.V.): Observatory, Übersetzungen
Anna Galt (Drama Panorama e.V.): Redaktion Englisch
Meera Teeßen: Regieassistenz, Inspizienz
MEDUSA wird aus dem EU-Programm Creative Europe gefördert und in Partnerschaft von Das Kombinat mit Drama Panorama (DE), En Kai Pan (IT), Casa del Contemporaneo (IT), 36 Monkeys (BG) und Eurodram BG (BG) umgesetzt. Das MEDUSA Festival Berlin wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt kofinanziert.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.