Queer in Translation #2 – Buchpremiere, Lesung und Gespräch

Iida Kuningas (vorne), Lotta Kaihua und Elena Leeve (auf dem Bildschirm) in Milja Sarkola: JOTAIN TOISTA. Henkilökohtaisen halun näyttämö / Bühne des Begehrens. UA: 19.02.2015, Q-teatteri, Helsinki, Regie: Milja Sarkola. Foto © Patrik Pesonius.

Literarisches Colloquium Berlin, 8. Juni 2022, 19.00

Mit „Queer in Translation #2“ findet der Themenschwerpunkt der ersten Ausgabe von „panorama: übertheaterübersetzen“ nun zum zweiten Mal statt. Anlass ist die Neuerscheinung des 4. Bands der Buchreihe Drama Panorama Surf durch undefiniertes Gelände. Internationale queere Dramatik (erschienen am 30. März 2022, Neofelis Verlag). Der Band versammelt Theaterstücke und Performancetexte mit queerer Perspektive, die neue Narrative von Geschlecht und Identität wagen und Ausgrenzung und Unterdrückung von Menschen thematisieren, die nicht der heterosexuellen oder zweigeschlechtlichen Norm entsprechen.

Lesung und Gespräch

Mit Bühne des Begehrens (Milja Sarkola, Finnland) und Gender (Magne van den Berg, Niederlande) werden gleich zwei bislang unveröffentlichte, in Deutschland ungespielte Texte und Übersetzungen aus dem Band in szenischen Lesungen präsentiert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion spricht Milja Sarkola über ihre Vision des female gaze und Magne van den Berg beleuchtet Gender durch die Brille junger Theaterzuschauer*innen. Die Übersetzerin Katja von der Ropp gibt Einblicke in die übersetzerischen Herausforderungen. Moderiert wird die Veranstaltung von Charlotte Bomy und Lisa Wegener.

Eintritt & Ausklang

Alle Gäste sind herzlich eingeladen, den Abend bei Häppchen, Sekt und sommerlichen Beats (DJ Bad Puppy) ausklingen zu lassen. Eintritt: 8 €, ermäßigt: 5€, Karten an der Abendkasse.

Mit Magne van den Berg (Niederlande) und Milja Sarkola (Finnland) sowie der Übersetzerin Katja von der Ropp (Berlin)
Regie: Luise Würth
Moderation:
Charlotte Bomy und Lisa Wegener


Künstler*innen

© Pauliina Feodoroff

Milja Sarkola ist Theaterregisseurin, Dramatikerin, Romanautorin und arbeitete als künstlerische Leiterin am Theatre Takomo sowie für das Tampere Theatre Festival. Für ihre Stücke erhielt sie den Thalia Prize und den Prix Jardin d’Europe. 2019 wurde sie zum Helsinki Artist of the Year ernannt. Im gleichen Jahr erschien ihr gefeiertes Romandebüt Mitt kapital (Mein Kapital), das in Finnlands renommiertestem Wettbewerb für Debütautor*innen, dem Helsingin Sanomat Literature Prize, den zweiten Platz erlangte.

Magne van den Berg ist eine niederländische Dramatikerin. In Deutschland ist sie für ihre Stücke Das lange Nachspiel einer kurzen Mitteilung und Im Bett meines Vaters (umständehalber) (beide aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper) bekannt. 2016 wurde Ik speel geen Medea(Medea spiele ich nicht) mit dem Toneelschrijfprijs der Taalunie ausgezeichnet. Neben ihrer Arbeit als Dramatikerin schuf sie mit Nicole Beutler zusammen die Produktionen PIECE, Liefdesverklaring, Role Model und Liefdesverklaring voor altijd. Aus der Zusammenarbeit mit Thimothy de Gilde sind die Stücke für junges Publikum Gender, Ka-Blamm, Game Over und God? hervorgegangen.

© Caroline Bijl
© Johanna Lucht

Katja von der Ropp hat Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Politikwissenschaft in Berlin und Helsinki studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin, Regisseurin und Übersetzerin
(Finnisch > Deutsch) in Berlin, ist Mitglied bei Drama Panorama e. V. und Mitbegründerin von BRAND – Verein für theatrale Feldforschung. Schwerpunkt ihrer übersetzerischen Tätigkeit sind Theatertexte, u. a. Stücke von Kristian Smeds, E. L. Karhu, Pipsa Lonka und Milja Sarkola.

Luise Würth studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in Berlin und Großbritannien und vertiefte ihre wissenschaftliche Arbeit am Zentrum für Antisemitismusforschung. Nach Regie- und Dramaturgieassistenzen am Internationalen Theaterinstitut, Maxim Gorki Theater Berlin und HAU Hebbel am Ufer (Bündnis Internationaler Produktionshäuser) entwickelte sie mit verschiedenen Künstler*innen eigene Projekte als Dramaturgin. Zentral in ihrer Arbeit sind Queerness und intersektionaler Feminismus in Kunst und Arbeitsprozessen. Für die Spielzeit 2021/22 ist sie als Dramaturgin in Elternzeitvertretung am Theater an der Parkaue.

© privat

Eine Kooperation von Drama Panorama e. V. und Literarisches Colloquium Berlin (LCB).
Eine Veranstaltung von Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V. im Rahmen des Projekts panorama #2: übertheaterübersetzen, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen des Programms Neustart Kultur. In Zusammenarbeit mit dem Neofelis Verlag Berlin und die taz.

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