Übersetzungsförderung im Theaterbereich

Übersetzungsförderung im Theaterbereich
Workshop und Podium
1. November 2021

Bevor es mit der Veranstaltung losgeht, möchten wir Sie zur anonymen Teilnahme an unserer Umfrage zum Thema Förderung von Theaterübersetzungen einladen – unter diesem LINK. Vielen Dank für Ihre Beteiligung!

English Theatre Berlin | International Performing Arts Centre

„Internationalität, Kulturaustausch, der Blick über den Tellerrand“- mit diesen Schlagworten schmücken viele Theater ihre Spielzeiten. Doch um fremdsprachige Texte auf deutschen Bühnen zu präsentieren, müssen diese übersetzt werden.

Das Publikum unserer großstädtischen Theater wird immer internationaler. Viele Bühnen planen von Anfang an eine fremdsprachige (oft englische) Übertitelung, um das Theater möglichst vielen Interessierten zugänglich zu machen. Auch dafür müssen die Texte aus dem Deutschen kompetent übersetzt werden.

Leider können für diese Arbeit weder von den Bühnen, noch von den Verlagen adäquat Gelder zur Verfügung gestellt werden. Theater unterliegen einem immer härteren Sparzwang, welcher sich durch Covid – 19 sicher noch verschärfen wird. Theaterverlage kämpfen ums Überleben und internationale Stücke werden oft gar nicht erst ins Verlagsprogramm aufgenommen, da die höheren Kosten durch die unsichere Tantiemesituation wahrscheinlich nicht wieder eingespielt werden können.

Demzufolge ist die Arbeit von Theaterautor*innen wie -übersetzer*innen zunehmend von der finanziellen Förderung durch private und staatliche Stiftungen abhängig. Wie sich diese Situation in der aktuellen Förderlandschaft spiegelt, ist das Thema unserer Veranstaltung.

Übersetzungsförderung im Theaterbereich – wo sind die Tücken? Impuls- und Austauschworkshop

1. November 2021, 14:00 Uhr – 18:00 Uhr

14:00 UhrAnkommen und Begrüßung
14:30 Uhr – 16:00 UhrImpuls- und Austauschworkshop
Projektleitung und Moderation: Antje Oegel und Barbora Schnelle
Impulsvortrag: Tine Elbel (freie Theaterproduzentin) – Vorstellung und Analyse der Förderlandschaft
16:00 Uhr – 16:30 UhrKaffepause
16:30 Uhr – 18:00 UhrImpulsvortrag:
Lydia Nagel (Übersetzerin und Herausgeberin) – Förderungen im Bereich der osteuropäischen Sprachen
Andrea Zagorski (Internationales Theaterinstitut Deutschland) – Gezielte Angebote für Theaterübersetzer*innen
17:30 Uhr – 18:00 UhrProgrammatische Auswertung und Abschlussdiskussion
Ausklang mit Snacks und Getränken

Wir laden alle Interessierten dazu ein, über die Förderlandschaft im deutschen und internationalen Kontext in Bezug auf Drama und Übersetzung in einer Werkstatt mit Impulsvorträgen nachzudenken und ihre Fördererfahrungen zu diskutieren. Am Ende der Veranstaltung erstellen wir einen Katalog mit Handlungsempfehlungen für die Förderlandschaft, die die Belange dieser Gruppen reflektieren.

Die Werkstatt ist als Präsenzveranstaltung geplant (es gibt allerdings auch einen pandemischen Plan B für ein digitales Format) und offen für alle Interessierten, eine Anmeldung ist erforderlich. Interessierte schicken bitte bis 24.10.2021 ein kurzes Motivationsschreiben, welches auch persönliche Fragen und Erwartungen an die Werkstatt formuliert, an: olesia.vitiuk@drama-panorama.com.

Übersetzungsförderung im Theaterbereich – brauchen wir einen Perspektivwechsel? – Podiumsdiskussion

1. November 2021, 20:00 Uhr

20:00 UhrÜbersetzungsförderung im Theaterbereich – brauchen wir einen Perspektivwechsel?
Podiumsdiskussion

Gäste: Uwe Carstensen (Jurymitglied des Deutschen Literaturfonds und ehem. Leiter des S. Fischer Theater- und Medienverlags), Daniel Brunet (Übersetzer und produzierender künstlerischer Leiter des English Theatre Berlin), Nina Thielicke (Kulturmanagerin und Projektleiterin beim Deutschen Übersetzerfonds) und Steffen Klewar (Programmleiter beim Fonds Darstellende Künste, Theaterregisseur und Performer).
Projektleitung und Moderation: Antje Oegel und Barbora Schnelle

Mit einem anschließenden Empfang

Bitte holen Sie sich die kostenlose Eintrittskarte zu der Podiumsdiskussion unter diesem Link.

Es gelten die 3G-Regeln. Eintritt nur nach Voranmeldung.

Wir möchten über verschiedene Fördermodelle und -programme berichten, mit Gästen diskutieren, wie diese Programme gestaltet werden, und analysieren, wie der Posten Theaterübersetzung in der Förderlandschaft kommuniziert und repräsentiert wird. Können die jetzigen Fördermodelle den tatsächlichen Bedürfnissen der Theaterübersetzer*innen gerecht werden? Gibt es unterschiedliche Herangehensweisen in verschiedenen Ländern? Wie kann über neue Modelle nachgedacht werden? Wie über Kooperationen? Wie können die Anforderungen kommuniziert werden? Wir wollen neue Anregungen schaffen und Synergien stiften und die Bedürfnisse der Theaterübersetzer*innen in den Fokus rücken.

Wir loten konkrete Förder- und Arbeitsbedingungen im internationalen Vergleich aus und suchen nach neuen Wegen für die Förderprogramme.