Literarische Übersetzung vs. Übertitel

Werkstatt und 2 Podien im Juni 2021
Theater der Welt Festival Düsseldorf

Dramenübersetzung zielt auf gesprochene Sprache ab, Theaterübertitelung muss schnell lesbar sein. Ist letztere auch Literatur? Was bedeutet das für Stil, Rhythmus und Qualität des Textes? Sind Theater-übertitelung und Dramenübersetzung zwei Seiten einer Medaille oder zwei Felder, die sich lose berühren? Behindern oder befruchten sie sich? Diesen Fragen möchten wir praktisch in einer Werkstatt und auf theoretischer Ebene in zwei Podiumsdiskussionen nachgehen.

Datum noch offenDRAGÓN – DER DREIKÖPFIGE DRACHE
Dramenübersetzung und Theaterübertitelung in der Praxis
Übersetzungswerkstatt
Datum noch offenIm  Spannungsfeld zwischen Politik und Theater- Das Werk Guillermo Calderóns übersetzt für  deutschprachige Bühnen
Podium
Datum noch offenDramenübersetzung versus Übertitel
Podium

DRAGÓN – DER DREIKÖPFIGE DRACHE
Dramenübersetzung und Theaterübertitelung in der Praxis
Übersetzungswerkstatt

INHALT

In dieser Werkstatt soll es darum gehen, die Herausforderungen des Übersetzens von Dramentexten vor dem Hintergrund unterschiedlicher Szenarien zu beleuchten: Inwiefern übersetzt man anders, wenn man im Hinblick auf eine deutschsprachige Inszenierung übersetzt und wenn man ein Gastspiel übertitelt? Was macht der begrenzte Platz der Übertitel und die Notwendigkeit der Lesbarkeit/ Rhythmisierung mit dem Text? Wie geht man mit Wortspielen oder lokalen Bezügen um? Welche Feinheiten der Sprache gehen bei der Übertitelung verloren, welche Aspekte werden durch die Knappheit noch akzentuiert? Welche Herausforderungen für Übersetzung und Übertitelung ergeben sich aus digitalen und analogen Formaten?

Gearbeitet wird am Beispiel des chilenischen Stücks Dragón von Guillermo Calderón, das von der Übersetzerin Franziska Muche sowohl „literarisch“ übersetzt als auch im Rahmen des Festivals Theater der Welt übertitelt wird, sowie an (ausgewählten Textstellen), die von den Teilnehmer*innen übersetzt worden sind.

Der Workshop wird je nach bestehenden Bestimmungen entweder als Präsenzveranstaltung (unter Hygienevorlagen) in Düsseldorf oder als Webinar im digitalen Raum stattfinden. Genauer Informationen folgen bei erfolgreicher Bewerbung. Fahrtkosten und Unterkunft werden nicht übernommen.

ANFORDERUNGEN

Bewerbungen bitte per E-Mail mit Lebenslauf, kurzem Motivationsschreiben und wenn möglich kurzen Textausschnitten in Original und Übersetzung / Übertitelung (max. 1.500 Zeichen), die beispielhaft für bestimmte Probleme / Fragestellungen stehen, bis 1. Juni 2021 an: Drama Panorama e. V., Dorothea Lautenschläger dorothea.lautenschlaeger@drama-panorama.com

Die verbindliche Einladung zur Werkstatt erfolgt am 8. Juni 2021.

Im  Spannungsfeld zwischen Politik und Theater-
Das Werk Guillermo Calderóns übersetzt für  deutschprachige Bühnen
Podium

Guillermo Calderón (Santiago de Chile), Autor und Regisseur des Gastspiels „Dagón“,  im Gespräch mit  Almut Wagner, Chefdramaturgin des Residenztheaters München, über gesellschaftliche Rezeption und Sprachtransfer am Beispiel seiner Stücke   Moderatorin  Hedda Kage verweist anhand der thematischen Setzungen in Calderóns Werk auf Probleme bei der Übertragung lokaler und politischer Bezüge in einen deutschsprachigen Kontext.

Begrüßung und Leitung  des anschließenden Publikumsgesprächs: PD Dr. Vera Elisabeth Gerling, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Dramenübersetzung versus Übertitel
Podium

Behindern oder befruchten sich Theaterübertitelung und Dramenübersetzung? Übertitel müssen schnell lesbar sein, Dramenübersetzung dient dem gesprochenen Text. Was bedeutet das für Stil, Rhythmus und Qualität des Textes? 


Es diskutieren: Franziska Muche (Übersetzerin/Übertitlerin), Nils Tabert (Leiter Rowohlt Theaterverlag), Christopher-Fares Köhler (Dramaturg Schauspiel Dortmund und Übersetzer), Maja Zade (Autorin, Dramaturgin und Übersetzerin, Schaubühne Berlin) // Moderation: Dr. Yvonne Griesel (Sprachspiel) // Einführung: PD Dr. Vera Elisabeth Gerling, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf